Gründer Nils beschreibt in diesem Blog-Post sein persönliches Erlebnis beim Münchner Kältebus - ein Projekt, welches Münchner Obdachlose hilft und unterstützt. 

Es ist kurz nach 23:00 Uhr, als ich die Räumlichkeiten des Kältebuses im Münchner Stadtteil Haidhausen verlasse. Ich bin müde - der Abend hat Spuren hinterlassen. Noch ein paar Autos begleiten mich auf meiner Heimreise durch die Münchner Straßen. Anders als sonst wirke ich auf dieser Fahrt sehr nachdenklich, gefasst, versuche die Erlebnisse der letzten 3 Stunden auf den Straßen der Großstadt zu sortieren.

Was für mich mich heute Neuland war, Essen für Obdachlose zu zubereiten und anschließend auf der Tour durch München zu verteilen, ist für Bernhard, Tobias und 13 weitere feste Team- Mitglieder vom Kältebus Alltag in ihrem Feierabend. Ehrenamtlich richten sie warme Speisen und heiße Getränke her, schnippeln Gemüse, braten Fleisch - während andere ihren Feierabend mit Freunden auf dem Christkindlmarkt genießen.

Vor allem auch aus diesem Grund hat uns dieses Projekt von Beginn an bewegt. Komplett fließen die Spendengelder an die Bedürftigen, wovon Speisen und Hygieneartikel gekauft werden können.
Als der Fußballer Neymar Ende August für über 200 Mio. von Barcelona nach Paris wechselte, entstand bei uns das Gefühl, dass da etwas vergessen wird, wenn Menschen auf den Straßen nach Pfandflaschen suchen und teils mittlerweile sogar auf der Straße leben müssen.

Doch warum musste es für viele dieser Menschen erst so weit kommen, auf der Straße betteln, schlafen und leben zu müssen? Eine Frage, die in mir nicht ruht, die mich berührt - sich nicht real anfühlt, wenn jemand unter der eiskalten Wittelsbacher Brücke, direkt neben der strömenden Isar sein “Zuhause” aufgeschlagen hat.  “Da hast du natürlich Menschen dabei, die von Anfang an aus Brennpunkt-Familien kommen. Aber es gibt auch Obdachlose, die tatsächlich einmal Selbstständig waren und durch Schicksalsschläge wie Partner Verlust vom Weg abgekommen und auf die schiefe Bahn geraten sind”, sagt der Gründer des Vereins, Bernhard Troitsch.

So sehr mich die Schicksale und Geschichten dieser Menschen interessieren, so sehr berühren mich heute Abend aber auch die Begegnungen mit ihnen. Ein kleiner Asiate, der Nähe der Giesinger Kirche in einer Unterführung Unterschlupf gefunden hat, strahlt über beide Backen, als wir ihm das “Peace” Handzeichen für ein Bild vormachen.

Doch auch auf einer Obdachlosen Tour, bleibt der Münchner Humor, hin und wieder “a bissal grantig” zu sein, nicht aus, als wir einen der Obdachlosen sagen, dass es heute Nudeln gibt.

Trotzdem, Ralph und mir wird deutlich, es sind die kleinen Gesten mit der großen Wirkung. Die Momente, wo trotz eisiger Temperaturen das Herz und vor allem die Seele dieser Menschen einen kleinen Hauch an Wärme erhält und die Probleme und ihr Leid zumindest für einen kurzen Moment ausgeblendet werden können.

Dank unseren Kunden konnten wir zusammen mit unserem Partner Bash Barbery für das Münchner Kältebus Projekt 1720€ sammeln und an Bernahrd Troitsch am 17.12.2017 übergeben.


Presse: Bild München

Spenden:

Wer den Kältebus München ebenfalls unterstützen möchte, kann das hier tun oder direkt spenden:

Kältebus München e.V., Stadtsparkasse München

IBAN: DE85 7015 0000 1003 9157 56

BIC: SSKM DE MM XXX

… die Zeit ist gekommen #newbav #jungfreileben

REGISTRIERE DICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER UND ERHALTE
10% RABATT*
auf deinen nächsten Einkauf

Sei der Erste, der von unseren neuen Produkten und Sonderaktionen erfährt.

  • * ab 80,- € Einkaufswert!
0